Trotz Angst die Komfortzone verlassen

Trotz Angst die Komfortzone verlassen

Dieser Artikel ist nur was für Dich, wenn Du ein JA-Sager bist. JA zur Veränderung. JA, ich nehme mein Leben jetzt in die Hand. JA, ich will raus aus der Komfortzone. Bist Du noch beim JEIN?

In diesem Artikel erfährst Du, was Dein größter Hinderungsgrund ist.

Verstehst Du, wie Angst deine Entwicklung beeinflusst.

Findest Du eine Strategie, die Dir hilft, den ersten Schritt aus der Komfortzone zu gehen.

Sag „JA“ und lass‘ die Angst los

Das größte Hindernis die Komfortzone zu verlassen ist die Angst.

Teil meines Berufes ist es, regelmäßig in die Lernzone zu kommen. Ich gebe zu, dass ich, wie Du und alle anderen, gerne in meiner Komfortzone bin. Und zwar so lange bis es mir dort langweilig wird oder ich vor einer neuen Herausforderung stehe. Diese meldete sich in Form von Hüft- und Knieschmerzen. Was dumm ist, weil ich passionierte Läuferin bin und das Laufen mit Knieschmerzen keinen Spaß macht.

Meiner Gesundheit zuliebe entschied ich mich für Krafttraining. Ein klassisches Fitnessstudio kommt für mich nicht in Frage, weil es mir keinen Spaß macht und ich möchte in einer Gruppe trainieren.

Was hat das mit Angst zu tun?

Der Wunsch nach Veränderung wirft Zweifel auf.

Während meiner Recherchen im Netz finde ich eine Crossfit-Box in meiner Nähe. Die Bilder auf der Website zeigen muskelbepackte Menschen beim Training (inzwischen hat der Besitzer das geändert). Ich zögere und habe Bedenken mich dort anzumelden.

Kannst Du das nachvollziehen? Du nimmst einen Störfaktor wahr und nutzt ihn als Vorwand, Dein Vorhaben nicht umzusetzen.

Jeder hat seine Techniken, die ihm helfen in seiner Komfortzone zu verbleiben.

Mir geht durch den Kopf: Nein, Du kannst nicht dorthin. Dir fehlt es definitiv an Muskelmasse. Die sind alle fitter als Du. Das wird peinlich. Das ist zu teuer. Kurzum: Ich hatte Angst.

Angst nicht dort hineinzupassen und zurückgewiesen zu werden, Angst zu versagen und Angst vor der Anstrengung. Das sind die drei größten Ängste, die uns daran hindern in die Lernzone einzutreten.

Die Angst vor dem Versagen

Die Versagensangst ist eine der größten Hürden. Jeder, auch Du, wirst sie einmal in Deinem Leben überwinden. Gerade berufliche Veränderungen verursachen diese Angst, da viele Menschen mit der Veränderung gleichzeitig Negatives verbinden.

Sie sehen eher die Risiken als die Chancen und bleiben in der Komfortzone. Eine gute Methode, sich dieser Angst nicht stellen zu müssen. Nur: so bleiben viele Chancen ungenutzt.

Die Angst vor der Anstrengung

In der Komfortzone musst Du Dich nicht groß anstrengen. Du kennst die Abläufe und weißt, was auf Dich zukommt. Diese Zone zu verlassen bedeutet, sich mehr anstrengen und neuen Herausforderungen stellen zu müssen. Du musst Neues lernen, klein anfangen und runter von der Couch.

Es ist ungefähr so, wie in der Ausbildung oder im Studium: Lehrjahre fühlen sich nicht so gut an wie Herrenjahre.

Die Angst vor Zurückweisung

Angst vor Zurückweisung
Raus aus der Komfortzone birgt Risiken und Chancen.

In Deinem Job oder Fachgebiet (gilt auch für Mütter, die „zu Hause“ die Familie managen) bist Du die Expertin:
• Du kannst das, was Du tust gut.
• Dein Wissen und deine Fähigkeiten hast Du bewiesen.
• Du genießt in der Regel den Respekt Deines Umfeldes.
• Du hast Dir einen Namen gemacht und eine Stellung erarbeitet.

Außerhalb Deines Hoheitsgebietes:
• Du musst Dich neu beweisen.
• Du setzt Dich der Beurteilung durch andere aus.
• Vielleicht sehen diese Dich nicht, wie Du Dich selber siehst.
• Möglicherweise weisen Sie Dich ab und reagieren mit Antipathie, weil sie Angst haben, dass sich jemand in Ihre eigene Komfortzone drängt.

Das Raustreten aus der Komfortzone birgt das Risiko mit Ablehnung konfrontiert zu werden und es nicht jedem recht machen zu können. Diese Phase auszuhalten ist kein einfacher, gleichzeitig ein wichtiger Schritt für Deine Persönlichkeitsentwicklung.

Angst – ein gutes Gefühl?

Hat die Angst Dich im Griff oder Du die Angst?

Grundsätzlich ist Angst ein wichtiges Gefühl. Sie schützt uns vor Gefahren. Wie zum Beispiel bei Sturm nicht aus dem Haus gehen oder nachts die Haustür abschließen.

Somit hilft Dir die Angst, in gefährlichen Situationen schnell zu reagieren. Sie löst im Körper eine Alarmreaktion aus, die Dich folglich auf Höchstleistungen vorbereitet. Sie ist die treibende Kraft, die Dich zum Kampf oder zur Flucht anspornt.

Ein bisschen Angst hat jeder. Wenn Du im Fahrstuhl ein kribbeliges Gefühl hast, vor Bienen weg läufst oder Angst hast, eine Rede zu halten. Deshalb musst Du noch nicht an einer behandlungsbedürftigen Angststörung leiden.

Sobald Ängste Deine Gefühlswelt dauerhafter belasten, den Alltag beherrschen, Deine Handlungsfähigkeit einschränken und Du anfängst Situationen zu vermeiden, ist es Zeit, ihnen auf den Grund zu gehen.

Wenn die Angst Dich packt, darfst Du entscheiden!

Hier gibt es kein richtig oder falsch.

Angst kann motivierend sein. Hast Du Angst Deinen Job oder einen geliebten Menschen zu verlieren, bemühst Du Dich viel mehr um das, was Dir wichtig ist.

Ist Dein Angstgefühl moderat, also nicht größer als Du. So, dass Du gut damit umgehen kannst und Dich das Gefühl nicht blockiert, dann kannst Du frei entscheiden:

JA oder NEIN, BLEIBEN oder GEHEN, TUN oder LASSEN, etc. Das ist das Beste. Die Entscheidung liegt in Deiner Hand.

Hier gibt es kein „Richtig oder Falsch“. Die Frage ist vielmehr:

„Möchtest Du Veränderung oder nicht? Willst Du die Angst überwinden und Dich entwickeln oder weitermachen wie bisher?“

Crossfit: Ja oder Nein?

Die Freiheit der Entscheidung
Die Freiheit der Entscheidung

Ich habe zwei Optionen.

Nummer 1: Ich lehne mich zurück und verharre in meiner Komfortzone. Ich finde mich damit ab, dass ich weiterhin Knieschmerzen habe und lebe mit diesen Konsequenzen.

Nummer 2: Ich lasse die Angst los. Ich mache einfach und denke nicht zu lange darüber nach. Ein Probetraining kostet mich nichts! Außer Überwindung und Zeit.

Seit meiner Probetrainings gehe ich zweimal die Woche zum Crossfit. Bin noch nicht muskelbepackt aber fast beschwerdefrei!

Wieso ich drangeblieben bin? Du trainierst beim Crossfit nicht nur die Muskeln, sondern auch Dein Gehirn. Der Trainer gestaltet die Übungen abwechslungsreich. Es gibt gute Alternativen, wenn Du aufgrund von körperlichen Beschwerden eine Übung nicht mitmachen kannst.

Außerdem hast Du im Training endlos viele Gelegenheiten selber zu entscheiden, ob und wann Du in die Lernzone gehen möchtest. Manchmal kann es Dir während des Trainings passieren, dass Du – ohne es zu merken – mitten in der Lernzone bist.

An anderen Tagen bist Du nur froh, da gewesen zu sein und eine Stunde effektiv Bewegung zu haben. Die Gruppen sind klein und nicht alle sind muskelbepackt. Jeder hat bei null angefangen und alle sind nett und hilfsbereit. Das macht Spaß!

Kurz zusammengefasst: Angst überwinden & Entscheiden

Wer sein Leben verändern möchte, muss seine Gewohnheiten ändern.

Möglicherweise ist allein der Gedanke daran, die Komfortzone zu verlassen, bereits purer Stress für Dich: weil Dich die Angst packt.

Hier ein Beispiel aus der Praxis: Mein Mediant, ich nenne ihn mal Udo, ist auf der Arbeit schnell genervt. Auf Nachfrage, stelle ich fest, dass er ohne Frühstück in die Firma kommt, er keine Pausen macht und mittags nur einen Apfel isst. Hier fehlte es an „Nervennahrung“. Für ihn war es undenkbar, seinen Arbeitstag so zu gestalten, dass er Mahlzeiten einbaut.

Sobald Du den Störfaktor Angst überwunden hast und Neues ausprobierst, schaffst Du eine Grundlage für Deine Entscheidungen.

Der Blick von oben – die Adlerperspektive

Ein Perspektivenwechsel bringt Abstand zur Sache.

Vor einer Entscheidung betrachtest Du Deine Situation aus einer übergeordneten Perspektive. Das ist ein guter Weg, um in die Lernzone zu kommen.

• Wohin führt Dich die Wahl langfristig?

• Welche Konsequenzen sind damit verbunden?

• Welche künftige Chancen?

• Was kostet es Dich einen Mini-Schritt auszuprobieren?

Der Sprung ins kalte Wasser

Einfach machen!

Oder Du probierst das NEUE – ohne viel darüber nachzudenken – aus! Einfach machen. Es kann eine Kleinigkeit sein mit der Du Erfahrungen machst, die neu für Dich sind oder die Du gar nicht bedacht hattest.

Welche Schritte genau Du gehst und wie Du die Schritte ausgestaltest, ist individuell sehr verschieden. Hier ist Deine Kreativität gefragt, weil nur Du Deine eigenen Grenzen und Ängste kennst. Und nur Du weißt, was Dir gut tut und was nicht.

Strategie der kleinen Schritte

Kleine Schritte sind leicht umzusetzen. Diese Strategie hilft Dir im Fluss zu bleiben, obwohl Du kleine Widerstände überwinden musst. Entscheide Dich für den ersten Schritt, probiere ihn aus und übe.

Du wirst garantiert dahin geführt, wo Du hin möchtest. Es wird Dir gelingen, Deine Komfortzone zu verlassen, weil Du diese Strategie beherzigst. Deiner anfänglichen Ängste und Bedenken zum Trotz.

Schreibe mir, was Du Dir vorgenommen hast und wie sich das Üben auf Dein Denken und Fühlen ausgewirkt hat. Ich freue mich.

„Probieren geht über Studieren“

Ausprobieren und Erfahrungen sammeln!

Diese geflügelten Worte sagen aus, dass es jemanden oft weiterbringt, bestimmte Dinge in der Praxis auszuprobieren, als theoretisch darüber zu spekulieren oder sich darüber zu informieren. Erfahrung ist die beste Lehrmeisterin.

Ideen und Vorschläge, die Du ausprobieren kannst, findest Du in meinem nächsten Artikel „How to get out of Komfortzone“.

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