Lernen vom Vorbild: Neue Fähigkeiten einfach lernen

Lernen vom Vorbild: Neue Fähigkeiten einfach lernen

Lernen vom Vorbild: Neue Fähigkeiten einfach lernen

„Lernen vom Vorbild“ ist eine einfache Methode, um neue Fähigkeiten zu erlernen. Es wird auch „Lernen am Modell“ oder Modelling genannt. Du kannst analytische, handwerkliche, koordinative oder mediale Fähigkeiten lernen. Heute erfährst du was Fähigkeiten und Vorbilder sind und wie du das Modelling anwenden kannst.

Wer lernt hier von wem? Wer ist das Vorbild?

Was sind Fähigkeiten und kann man Fähigkeiten erlernen?

Eine Fähigkeit beschreibt die ganz grundsätzlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen eines Menschen, die er mitbringt, um Leistungen zu erbringen. Sie sind nicht nur von seiner genetischen Veranlagung abhängig. Sondern auch von dem, was er sich im Laufe seines Lebens durch Lernen, Erziehung, Schule und das soziale Umfeld aneignet.

Die gute Nachricht ist: Fähigkeiten erleichtern den Erwerb von Fertigkeiten. Das bedeutet, dass jeder Mensch Fähigkeiten verfeinern und Fertigkeiten erlernen kann.

Im weiteren Verlauf des Textes setze ich die Begriffe Kompetenzen, Fähigkeiten und Können gleich.

Warum überhaupt lernen?

Warum überhaupt Lernen

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Weiterbildung helfen kann,

  • soziale Kompetenzen zu erlangen,
  • das Gesundheitsverhalten zu verbessern,
  • Motivation, innere Einstellung, Selbstwertgefühl und Selbstachtung positiv zu beeinflussen.

Das ist noch nicht alles. Indem du neue Fähigkeiten lernst, altert dein Gehirn langsamer. Gut, mit Mitte zwanzig machst du dir darüber noch keine Gedanken.

Umso interessanter ist es für dich zu wissen, dass du dich  – durch das Lernen – zu einer interessanteren Person machst. Wie das? Bis du etwas Neues kannst, durchläufst du einen Prozess. Währenddessen formst du deine Persönlichkeit durch individuelle Merkmale, die dich am Ende ausmachen.

Höre auf dein Bauchgefühl und lerne Dinge, auf die du Lust hast. Selbst wenn sie im ersten Moment verrückt klingen oder nichts mit deinem Berufsfeld zu tun haben. Sie verankern sich in deinem Gehirn, weil du beim Lernen Spaß und Freude hattest. Am Ende profitierst du davon, wie Steve Jobs, als er Kalligrafie lernte.

Ich habe mich für einen Kurs in Kalligrafie entschlossen, um zu lernen, wie man es macht. Ich lernte über Schriftbilder mit und ohne Serifen, über Variationen des Abstands zwischen verschiedenen Buchstabenkombinationen darüber, was großartige Typografie großartig macht. Es war wunderschön. Historisch. Künstlerisch geschickt auf eine Art, die Wissenschaft nicht festzuhalten vermag. Und ich fand es faszinierend. Nichts davon versprach in geringster Weise irgendwann mal in meinem Leben von praktischem Nutzen zu sein. Aber 10 Jahre später, als wir den ersten Macintosh Computer gestalteten, kam alles wieder zurück zu mir. Und wir haben alles beim Design des Mac berücksichtigt. Es war der erste Computer mit einer wunderschönen Typografie. Wenn ich niemals bei diesem einen Kurs am College vorbeigeschaut hätte, hätte der Mac niemals multiple Schriftarten und Schriftarten mit proportionalem Abstand bekommen. Und da ja Windows den Mac einfach nur kopiert hat, würde sie heute wahrscheinlich kein Computer besitzen.

– Steve Jobs

Erlernte Fähigkeiten erleichtern zukünftiges Lernen

Gelernte Fähigkeiten erleichtern das Erlernen neuer, ähnlicher Fähigkeiten. Wenn du zum Beispiel Latein gelernt hast, wirst du Rumänisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch oder Italienisch leichter lernen. Das sind romanische Sprachen, die sich aus dem Latein entwickelt haben.

Merke! Liegt eine hohe Übereinstimmung der früheren mit der neuen Lernsituation vor, dann kannst du bereits bestehende Fähigkeiten darauf anwenden und erweitern.

Was kann man sich selbst beibringen? Welche persönlichen Fähigkeiten sind wichtig?

Damit du dir diese Fragen beantworten kannst, ist es hilfreich zu wissen, welche Kompetenzen du bereits lebst. Jeden Tag setzen wir in unserem beruflichen und privaten Alltag, wie selbstverständlich, unsere Fähigkeiten ein.

Meistens ist uns nicht bewusst, dass wir sie haben und wie hilfreich sie sind. Vor allem für die Selbstakzeptanz.

Wenn du weißt, was du kannst und wie du deine Herausforderungen meisterst, steigerst du damit nicht nur dein Selbstbewusstsein. Es wird auch einfacher, die erforderlichen Kompetenzen klarer zu erkennen, die du benötigst, um Herausforderungen zu meistern.

Deine Fähigkeiten: Du kannst mehr als du glaubst 

Methoden-, Fach-, Sozial-, Selbstompetenzen

Mach MIT! Schau dir die Aufzählung an und zähle mit, welche Fähigkeiten du in deinem Alltag bewusst oder unbewusst lebst. Für ein leichteres Verständnis habe ich die Kompetenzen in Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz unterschieden.

Du findest Beispiele aus der beruflichen Praxis, die helfen, die Kompetenzen besser zu verstehen. Natürlich gibt es noch mehr Kompetenzen und andere Beispiele. Schreibe mir deine Ideen und ich erweitere damit diese Liste.

Methodenkompetenz

Methodenkompetenz umfasst jene Fähigkeiten, Fertigkeiten und Gewohnheiten, die du brauchst, um Arbeitsschritte zielgerichtet zu planen und anzuwenden.

  • Bei deinen täglichen Aufgaben arbeitest du effizient: Du weißt, wie du mit verhältnismäßig geringem Aufwand viel erreichen kannst.
  • Du kannst Informationen beschaffen, speichern, in ihrem spezifischen Kontext bewerten und sachgerecht aufarbeiten: Für ein Projekt beschaffst du verschiedene Informationen aus den jeweiligen Abteilungen. Sortierst sie nach Wichtigkeit und stellst sie in einer PowerPoint vor.
  • Dir ist es möglich Lernstrategien zu entwickeln: Du machst konstruktive Vorschläge, wenn Fehler unterlaufen und überlegst, wie du diese in Zukunft nicht wiederholst.
  • Probleme und Problem Situationen erkennen, analysieren, flexibel verschiedene Lösungswege erproben und situationsgerecht Problemlöse-Strategien anwenden: Bei der Terminplanung erkennst du eine Überschneidung. Reagierst schnell und findest alternative Termine. Die Teilnehmer machst du zeitnah darauf aufmerksam.

Fachkompetenz

Fachkompetenz umfasst die Gesamtheit der Kenntnisse und das Können einer Person in einem bestimmten Fachgebiet. Du hast sie im Rahmen einer Ausbildung erworben. Selber angeeignet oder durch Fort- bzw. Weiterbildung erweitert.

  • In deinem Fachgebiet wendest du all dein Wissen und Können, sowie gewonnene Einsichten im Arbeitsalltag an. Nehmen wir an, du bist Dolmetscherin. Während einer Übersetzung achtest du darauf, dass du Redewendungen verwendest, die der Höflichkeitsform der jeweiligen Sprache entsprechen.
  • Du erkennst Zusammenhänge: Es gelingt dir zu erklären, welche Bedeutung der Sachverhalt für den Betroffenen in seinem kulturellen Zusammenhang hat.
  • Du kannst dein Wissen gut verknüpfen und zu sachbezogene Urteile heranziehen: anhand des Dialektes erkennst du, aus welcher Region dein Kunde kommt.

Selbstkompetenz 

Selbstkompetenz umfasst die Fähigkeiten, die dir helfen, proaktiv auf deine Ziele hinzuarbeiten. Du lenkst dich erfolgreich ins Ziel. Eine hohe Selbstkompetenz führt zu einem guten Selbstmanagement.

  • Leistungsbereitschaft: Du bist motiviert, dein Bestes zu geben, um dein Ziel zu erreichen.
  • Du hast Selbstvertrauen.
  • Deine Stärken und Schwächen sind dir bekannt. Du kannst sie gut einschätzen und entsprechend einsetzen.
  • Selbstständig arbeiten, Verantwortung übernehmen ist für dich selbstverständlich.
  • Du setzt dir selbst Arbeits- und Verhaltensziele, z. B. klare Prioritäten setzen, nahrhafter ernähren, etc.
  • Ausdauernd verfolgst du deine Ziele und erreichst sie auch.
  • Deine Aufgaben erledigst du sorgfältig und zuverlässig.
  • Misserfolge siehst du als Chance, Neues zu lernen.
  • Du hilfst gerne und nimmst Hilfe an.
  • Deine Gefühle kontrollierst du gut. Du bist in der Lage, dein Verhalten selber zu reflektieren.

Sozialkompetenz 

Sozialkompetenz umfasst die Bereitschaft und die Fähigkeit, mit anderen gemeinsam zu lernen und arbeiten.

  • Deiner Verantwortung im Team und gegenüber Kunden nimmst du wahr.
  • Du kommunizierst erfolgreich mit Kunden und Kollegen am Telefon, persönlich und schriftlich.
  • Du kannst solidarisch und tolerant handeln.
  • Anderen empathisch und einfühlsam zu begegnen ist für dich selbstverständlich.
  • Du hältst dich an vereinbarte Regeln.
  • Du kannst dich gut an verschiedene Situationen anpassen.
  • Auf andere offen auf zu zugehen fällt dir leicht und du hast eine positive Grundhaltung anderen gegenüber.
  • Mit Kritik gehst du gut um: Du nimmst Kritik an und bleibst bei deiner Reaktion sachlich. Du versuchst kooperativ zu sein und Konflikte zu lösen, indem du zuhörst und nach Lösungen suchst.

Und jetzt schaue bitte noch mal auf die Liste. Suche dir eine Kompetenz, die du lernen möchtest. Ich verrate dir, wie du sie von deinem Vorbild aneignest.

Warum ist Lernen am Vorbild wichtig?

Diese Art des Lernens ist nicht neu. Als Kinder schauen wir uns von den „Großen“ alltägliche Gewohnheiten, Werte und alle möglichen Einzelheiten ab. Sowohl positive wie negative Einflüsse nehmen wir als Kinder bewusst oder unbewusst auf.

Lernen am Modell ist nützlich, weil Vorbilder uns motivieren, Ziele zu erreichen, die sie selbst verkörpern. Es ist für Kinder und Erwachsene eine gezielte und einfache Methode des Lernens.

Nutze Modelling für deine eigene oder die persönliche Entwicklung anderer Menschen. Diese Methode ermöglicht dir:

  • Unterschiede zu erkennen.
  • Festzustellen, was du besser machen darfst.
  • Ideen zu sammeln, wie du etwas besser machen kannst.
  • Die Motivation zu erhalten, Neues und anders als gewohnt zu tun.
  • Deine Perspektive zu erweitern und deine Wahrnehmung zu verändern.
  • Über deinen ersten Schritt – hin zur Veränderung – zu entscheiden.

Wähle ein Vorbild, dass dich inspiriert und du bewunderst. Jemanden, der die Eigenschaft hat, die du erweitern oder neu lernen möchtest. Es kann jemand aus deinem Umfeld sein, aus Film und Fernsehen, aus der Politik, Sport, Literatur, etc.

Beachte bitte, dass du dich davon nicht beeinflussen lässt oder kopierst. Finde deinen eigenen Weg.

Wie funktioniert Lernen am Modell?

In den 80er-Jahren entwickelten Leslie Cameron-Bandler, David Gordon und Michael Lebeau die NLP Technik des Modelling. Die Grundannahme ist: Das, was ein Mensch kann, können alle Menschen ebenso lernen.

Beispielsweise kannst du lernen, wie du als Magier erfolgreich wirst, mit schwierigen Kunden umgehst, stressfrei lebst, ein Kleid designst, u. v. m.

Wie sieht die Strategie deines Modells aus? Welche Schritte geht dein Vorbild? Das findest du heraus, wenn du authentische Informationen über dein Vorbild sammelst. Sobald dir diese Informationen vorliegen, weißt du WAS und WIE du Neues umsetzen kannst.

Ich erkläre das „Modelling“ so einfach wie möglich, damit du es leicht umsetzen kannst. Falls du Fragen hast, schicke mir eine Nachricht. Ich freue mich über den Austausch mit dir.

Modelling: So kannst du es umsetzen

1. Schritt: Weißt du, welche Fähigkeiten du dir aneignen möchtest?

Vielleicht möchtest du mutiger sein, gute Gewohnheiten aneignen oder fitter werden. Es ist auch möglich zu lernen, wie du geduldiger mit deinen Kunden umgehst, deiner Rolle als Vater oder Mutter gerecht wirst, oder ähnliches.

Überlege dir ein konkretes Beispiel in der dir die Fähigkeit fehlte. Gehe gedanklich in die Situation hinein. Das hilft dir nach zu spüren, was du verbessern möchtest.

2. Schritt: Finde ein bis drei passende Vorbilder, die die Fähigkeit besitzen, welche du selber noch nicht hast.

Idealerweise hat dein Vorbild ähnliche Rahmenbedingungen wie du. Zum Beispiel ist dein Vorbild so wie du ledig oder alleinerziehend, berufstätig in Vollzeit.

Das fällt natürlich weg, wenn du eine Zeichentrick- oder Märchenfigur wählst.

3. Schritt: Nützlich sind alle Informationen über das Verhalten, die Gefühle, Werte und Überzeugungen.

Du kannst sie sammeln, indem du recherchierst, beobachtest oder direkt im Gespräch erfragst.

4. Schritt: Überlege dir genau, was du wissen möchtest und formuliere entsprechende Fragen.

Diese Fragen helfen dir:

  • Wann hast du mit deinem Ziel angefangen?
  • Was war der Grund dafür?
  • Was war dir besonders wichtig?
  • Gab es zwischendurch Probleme und wie bist du damit umgegangen?
  • Was ist deine Motivation?
  • Woran machst du fest, dass du es geschafft hast?
  • Wie gehst du damit um, wenn dir das Ergebnis nicht gelungen ist?
  • Hast du einen Geheimtipp für mich?

5. Schritt: Vergleiche die Ergebnisse mit Hilfe einer Tabelle. Finde die Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Was ist das Besondere, das Spezielle an Ihnen? Vielleicht fällt es dir – während du vergleichst – „wie Schuppen von den Augen“, was dein Vorbild anders macht als du.

Oder du freust dich gerade, weil dir klar geworden ist, dass du bereits vieles richtig gut machst.

6. Schritt: Es ist an der Zeit, ein Fazit zu ziehen.

Welche neuen Erkenntnisse helfen dir? Wo kannst du ansetzen, damit du dein Ziel bzw. Wunsch erreichst?

Möglicherweise bist du noch weit entfernt von deinem Ziel oder du bist näher dran als gedacht. Vielleicht hast du neue Ressourcen/Kraftquellen, Werte und Überzeugungen gefunden.

7. Schritt: Hier geht es in die Umsetzung.

Was ist dein erster Schritt? Schaffst du es alleine oder brauchst du Hilfe?

Falls du Hilfe brauchst, dann vereinbare gerne ein kostenfreies Kennenlerngespräch mit mir. Ja, und wann startest du mit deinem ersten Schritt?

 

Wie ich mit „Modelling“ meine Strategie 2021 für mein Online Business entwickelte

Ich habe es ausprobiert. Als ich 2020 mit meinem Online Business startete, verlor ich unterwegs die Leichtigkeit und Begeisterung.

Für die Umstellung eines Offline- in ein Online-Geschäfts brauchte ich nicht nur die technischen Voraussetzungen, sondern auch Online-Marketing Kenntnisse. Beide Felder waren Neuland für mich. Lernpensum und Wachstum waren gefühlt enorm.

Obwohl ich gerne Neues lerne und persönliche Weiterentwicklung mein Steckenpferd ist, wurde der Lernprozess beschwerlich und stresste mich. Ich taktete meine Ziele einfach zu eng.

Dazu kam der Druck, den ich mir selber machte. Die Verantwortung für die Kunden, die Kinder, den Haushalt und die Partnerschaft.

Von „Du suchst dir jetzt eine Festanstellung!“ oder „Ich schmeiß jetzt alles hin!“ bis „Yeah, läuft doch!“ „Ich schaffe das!“ war alles dabei.

Das muss leichter gehen!

 

Mit Leichtigkeit ein Online-Business aufbauen

Verfolge deine Interessen

Wie schaffen es andere ihr Online Business mit Leichtigkeit und Begeisterung aufzubauen? Mithilfe des NLP Modelling verglich ich die Strategien meiner Vorbilder und entwickelte daraus eine eigene Strategie. Eine, die mir half, in Zukunft leicht und begeistert Herausforderungen zu meistern.

Ich stelle dir meine Interviewpartner vor. Du erfährst, wie ich aus den Erfahrungen und Fähigkeiten der Interviewten eine Strategie entwickelte. Welche Erkenntnisse ich gewann und was mein erster Schritt war.

Zunächst suchte ich Menschen/Experten, die über Erfahrungen und Fähigkeiten im Online Business verfügen. Passen sie zu mir? Verfügen sie über die erforderlichen Fähigkeiten? Wie gewinne ich die Modelle für das Interview?

 

Vorbilder für das Modelling gewinnen

Insgesamt entschied ich mich für 13 Personen aus dem Online-Business.

Menschen, deren Auftritt und Arbeit mir gefällt, die ich bewundere und die mir sympathisch sind. Entweder bat ich persönlich oder per Mail um ein Interview. Sechs sagten zu.

Darunter waren bewundernswerte Frauen wie Julia Werneth, Annika Roemer, Ramona Oxenbauer.

Drei von den dreizehn kenne ich persönlich, da ich mit ihnen zusammengearbeitet habe.

Interviewt habe ich

Sie sind meine finalen Interviewpartner für das Modelling, weil sie folgende, ähnliche Lebenssituation haben:

  • Langjährig verheiratet.
  • Eltern mit zwei Kindern, arbeiten in Teilzeit im Homeoffice.
  • Finn und Janneke haben von einem Bürojob ins Online-Business gewechselt.
  • Kathi hat aus einem selbstständigen Offline- in ein Online-Coaching umgestellt.

Vielleicht denkst du jetzt: „Ja, für dich ist es leicht, fremde Leute anzuschreiben oder anzusprechen.“

Ehrlich gesagt, tat ich mich erst schwer. Mir half das Motto „Nicht denken. Einfach machen!“ Und ich dachte: „Sie können nicht mehr als „NEIN“ sagen.“

Zudem ist es ein Zeichen der Wertschätzung, wenn du als Vorbild gesehen wirst. Nach meiner Erfahrung bereicherte das Interview beide Seiten.

Die Interviewten stärkte der Rückblick auf die eigenen Entscheidungen und Fähigkeiten positiv. Sie wurden sich ihrer Leistungen bewusster und das machte sie stolz.

Es ist eine wertvolle Erfahrung. Wie du siehst, gibt es keinen Grund, dich nicht zu trauen.

 

Meine Vorbilder und Modelle

Über die Zusagen von Finn Hillebrandt – Blogmojo, Janneke Duijnmaijer- Blog Your Thing und Katharina Nyquist – Arcticcoach freute ich mich riesig. Ich hatte ein gutes Gefühl und konnte es kaum erwarten, mit ihnen zu reden.

Ihre sympathische, aufgeschlossene und hilfsbereite Art schaffte Vertrauen. Sie nahmen sich für mich Zeit, obwohl sie sehr erfolgreich sind. Viele reagierten gar nicht auf meine Interviewanfrage oder lassen sich dafür bezahlen.

Ein guter Zeitpunkt, mich noch mal zu bedanken: Danke für die bereichernden Gespräche und eure Zeit. Ich weiß, dass ihr euch diese gut einteilen dürft, weil eure Kinder noch im Baby- und Kleinkindalter sind. Ja, und ich habe viel gelernt.

Finn Hillebrandt von Blogmojo

ist Blogger, Affiliate Marketer & Online-Coach in diesem Bereich.

In seinem SEO Coaching begeisterte mich am meisten seine Geduld. Wenn er – als absoluter Experte – einem „Unwissenden“ (also mir) SEO und Keyword Recherche erklärte.

Janneke Duijnmaijer von Blog Your Thing

ist Bloggerin & Online-Business Coach für Blogger. Mit Janneke baute ich innerhalb von sechs Monaten meinen Blog und allem, was dazu gehört, auf. Sie legte wert auf Individualität und kleine Gruppen, was mich zusätzlich unterstützte.

In keinem Kurs lernte und setzte ich so viel und um wie bei ihr. Ich war professionell vorbereitet für das Bloggen.

Katharina NyquistKatharina Nyqvist von Arcticcoach

ist heute Online Coach für berufstätige Mütter sowie Outdoor und Wilderness Guide in Lappland. Ich lernte sie im „Digitalen Coworking“ kennen. Am meisten schätze ich sie wegen ihrer Klarheit, Tatkraft. Sowie ihrer ehrlichen, herzlichen und offenen Art.

Jetzt verrate ich euch, wie sie arbeiten und was ich von ihnen lernen durfte.

Strategie der Vorbilder im Vergleich 

Glaubenssätze

Hier siehst du, wie sich meine Interviewpartner voneinander unterscheiden, was ist das Besondere, das Spezielle an Ihnen. Welche Gemeinsamkeiten haben diese Personen zum Thema „Mit Leichtigkeit und Begeisterung ein Online-Business aufbauen?“

Die Ergebnisse der Auswertung über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sortiere ich den gestellten Fragen zu. Es sind die Essenzen aus den Gesprächen, die sehr viel ausführlicher waren.

Ich vergleiche sie direkt mit meinem Kontext, Verhalten, Fähigkeiten, Überzeugungen/Werten, Zielen. Den signifikanten Faktor, der meine Strategie verändert, beschreibe ich im Anschluss.

1. Kontext: Wie vereinbarst du Familie und Beruf?

Interviewpartner: Finn, Janneke und Kathi sind verheiratet, haben Kinder und ein umsatzstarkes Online-Business. Sie arbeiten von zu Hause aus zu festgesetzten Zeiten in Teilzeit von Montag bis Freitag.

Ihre Bürozeiten halten sie täglich ein. Sie kommunizieren diese sowohl an ihre Kunden, als auch an Familie und Freunde. Damit stellen sie sicher, dass sie die Zeiten zuverlässig einhalten.

Zur Strategie gehört eine zeitliche und räumliche Trennung von den Familienzeiten und -räumen. Eine zuverlässige Betreuung der Kinder. Aber auch bewusste ICH-Zeiten. Selbst, wenn es manchmal nur Momente sind, wie z. B. Kaffeepause oder länger unter der Dusche stehen.

Sabina: Auch ich habe feste Arbeitszeiten, die ich einhalte und entsprechend kommuniziere. Eine klare Struktur im Tagesablauf und Trennung von den Familienzeiten. Sowie fest eingeplante Zeiten für Sport und sozialem Netzwerken. Die Wochenenden sind frei.

2. Verhalten: Was genau tust du, um dir die Leichtigkeit zu erhalten?

Interviewpartner: Sie sind lernbereit. Halten den Fokus mit Disziplin und achten auf die eigenen Bedürfnisse. Regelmäßig modifizieren sie ihre Strategie.

Janneke und Finn setzten mit Trial und Error ihre Ziele um. Katharina suchte sich vom ersten Tag an Hilfe durch einen Business-Coach. Alle drei ziehen aus ihren Misserfolgen ihre Lehren und entwickelten sich weiter.

Sabina: Bei mir ist es ebenfalls ein Trial und Error. Ich bin lernbereit, neugierig und ziehe ebenfalls viele Lerngeschenke aus meinen Misserfolgen. Auch überprüfe ich meine Strategien. Zeitweise belegte ich inhaltliche Kurse.

Für das Online-Business bzw. den Verkauf werde ich mir Unterstützung suchen.

3. Fähigkeiten/Strategien: Wie erhältst du dir Leichtigkeit und Begeisterung?

Interviewpartner: Ihnen hilft unternehmerisches Handeln und Denken. Kreative Pausen, Disziplin, Fokus, Durchhaltevermögen. Sie lernten aus Fehlern. Vor allem glauben sie an ihre Fähigkeiten und leben positive Glaubenssätze.

Sabina: Für die Selbstständigkeit und die Möglichkeit, eine Geschäftsidee zu verwirklichen, sind eine Reihe persönlicher Eigenschaften erforderlich, die ich erfülle:

  • Selbstmanagement,
  • Struktur und Strategie,
  • Kritikfähigkeit,
  • Fokus,
  • Disziplin,
  • Selfcare-Routinen,
  • Lernfähigkeit,
  • Durchhaltevermögen,
  • Motivationsfähigkeit,
  • Organisationsfähigkeit

Im Gegensatz zu meinen Interviewpartnern fehlen mir positive Glaubenssätze, um gelassener mit dem Aufbau eines Online-Business umzugehen.

4. Werte/Überzeugungen: Wofür? Was ist wichtig? Woran glaubst du?

Interviewpartner: Selbstbestimmung, Authentizität, finanzielle Freiheit, Lernen, Wachstum und Familie gehören zu ihren Werten. Für Kathi ist ein sinnvolles Tun in ihrem Leben ein bedeutsamer Bestandteil.

Glaubenssätze: Die Glaubenssätze, die sie aus der Kindheit mitnehmen und in ihre Arbeit einfließen lassen, sind positiv und förderlich. Insbesondere für den Selbstwert.

Sabina: Diese Werte lebe ich ebenfalls und sie sind für mich unentbehrlich.

Die Glaubenssätze, die aus meiner Kindheit in die Arbeit einfließen, sind meiner Meinung nach negativ. Ich möchte die negativen Glaubenssätze in positive umwandeln und daraus eine Strategie für mehr Leichtigkeit und Begeisterung entwickeln.

Klare signifikante Faktoren, die meine Interviewpartner ausmachen: Jemand, der an sich glaubt und viele positive Glaubenssätze lebt, kann mit Begeisterung und Leichtigkeit durch das Leben gehen.

Unterstützend wirken Fokus, gutes Selbstmanagement, Disziplin, Selbstfürsorge und Achtsamkeit.

Neue Erkenntnisse aus dem Modelling

Vom Vorbild lernen

Der entscheidende Unterschied zwischen mir und den Interviewpartnern liegt in den Glaubenssätzen.

Meine Überzeugungen sind – bezüglich meiner inneren Haltung zu den neuen Aufgaben im Online-Business – nicht förderlich.

Mit dieser Erkenntnis wusste ich, was zu tun ist: Positive Glaubenssätze entwickeln, die mir helfen, weniger Druck zu erzeugen, um leichter und begeistert meine Ziele im Online-Business zu erreichen!

In Zusammenarbeit mit meinen Coaching-Kollegen fand ich meine nicht förderlichen Überzeugungen. Ein Prozess, der half zu verstehen, wieso ich mich unter Druck setze. Streng und kritisch zu mir bin, sodass es schwerfällt, leicht und begeistert zu sein.

Die Erklärung liegt in dem Bedürfnis, anerkannt und akzeptiert zu werden. Indem ich ehrgeizig dem Erfolg hinterherjage, stille ich dieses Bedürfnis.

Aus der Überzeugung:

„Mädchen dürfen das nicht!“wurde„Mädchen dürfen alles!“
„Nur fleißige, bescheidende Mädchen sind wertvoll!“wurde„Ich muss nicht angepasst sein und mich überanstrengen, um akzeptiert zu werden!“
„Du bist ein Mädchen. Bleib auf dem Teppich!“wurde„Greif nach den Sternen!“

 

Wie du siehst, hielten meine Eltern mich klein, damit ich der gesellschaftlichen Rolle eines „Mädchens“ entsprach.

Einerseits war ich wütend über diese Erkenntnis. Andererseits ermöglichte mir das Modelling, wertschätzend auf meinen Entwicklungsprozess zurückzublicken.

Ich fand, dass das ein schönes Geschenk ist und dachte: TROTZDEM…

  • …nutzte ich meine Potenziale, um zu wachsen und meinen Weg zu gehen.
  • …konnte ich mich von dieser Erziehung emanzipieren.
  • …lebe ich heute die „Fünf Freiheiten“ nach Satir.

Menschliche Freiheiten nach Virginia Satir

Ihre Grundhaltung drückte Virginia Satir in den „Fünf Freiheiten“ aus, zu denen sie ihren Patienten verhelfen wollte:

Die Freiheit zu sehen und zu hören, was im Moment wirklich da ist, – anstatt das, was sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird.

Die Freiheit, das auszusprechen, was ich wirklich fühle und denke, – und nicht das, was von mir erwartet wird.

Die Freiheit, zu meinen Gefühlen zu stehen, – und nicht etwas anderes vorzutäuschen.

Die Freiheit, um das zu bitten, was ich brauche, – anstatt immer erst auf Erlaubnis zu warten.

Die Freiheit, in eigener Verantwortung Risiken einzugehen, – anstatt immer nur auf „Nummer sicher zu gehen“ und nichts Neues zu wagen.

 

Mein Learning für mehr Leichtigkeit und Begeisterung

Mit den neuen, positiven Glaubenssätzen komme ich zu einer inneren, wohlwollenden Haltung. Sie hilft mir wertzuschätzen, was ich bis heute erreicht habe. Sowohl in meiner persönlichen als auch beruflichen Entwicklung.

Mein Fazit: Der Druck weicht, sobald ich meine Lernprozesse würdige und achtsam gestalte. Ein wichtiger Bestandteil ist eine routinierte Selbstfürsorge, die ich mir zur Priorität mache. Ich setze nun meinen Fokus auf die Dinge, die mir gut tun. Ohne zu denken, dass ich mir das vorher verdienen muss.

Hier unterstützen mich Überzeugungen wie:

  • „Ich darf es mir gut gehen lassen.“
  • „Das erlaube ich mir.“
  • „Ich stehe an erster Stelle.“

Was nicht gleichzusetzen ist mit Egoismus. Es geht darum, die Kraftquelle zu pflegen, aus der ich Energien schöpfe. Damit fällt es leichter, neue Herausforderung begeistert anzugehen.

Lernen bedeutet auch Vergangenes auszuwerten

Rückblick

„Schau nach vorn und nicht zurück!“ ist ein Zitat, das ich nicht teile. Vor lauter To-do´s und dem Wunsch, höher, schneller und weiter zu kommen, übersah ich das Wesentliche:

Meine Fortschritte. Den Moment, auf mich stolz zu sein. Zu feiern, was ich bereits erreicht habe.

Jeder Tag ist ein guter Tag für ein „Schulterklopfen“ und „Lerngeschenke“.

Damit meine ich, dass der Rückblick Erkenntnisse für die Zukunft bereit hält. Dank des zeitlichen Abstands und dem Blick zurück verstand ich Folgendes:

  • Mit der Zeit und im Tun entwickelte ich meine Persönlichkeit als Unternehmerin.
  • Das ist mein zukünftiges Fundament, welches aus meiner positiven Haltung resultiert.
  • Ein Fundament, das ich in meinem Tempo strapazierfähig, haltbar und stark ausbaue.
  • Währenddessen erlaube ich mir, achtsam und geduldig zu sein.
  • Ich habe die Freiheit, meine Prioritäten zu leben und umzusetzen, je nachdem wie es mir guttut.

Das sind Erkenntnisse, für die ich dankbar bin. Bis hierhin bin ich unterschiedliche Stationen durchlaufen. Ich bin noch nicht fertig. Das wäre auch langweilig.

Neugierig bewege ich mich weiter. Ich bin optimistisch, dass ich meinen Weg finde. Ob das ein gelegter Pfad ist, den andere vor mir gingen. Oder mein Weg aktuell dort entlangführt, wo noch niemand war, ist egal.

Vielleicht geht dieser Weg nur bergauf (das, tut er bei keinem!), dann wieder nach unten. Es kann sein, dass ich sowohl Schleifen drehe als auch Umwege nutze. Währenddessen mich fühle, als wäre ich erneut am Start. Das ist einerlei.

Solange ich an mich glaube. Achtsam mit mir umgehe. Leicht und begeistert meine Ideen und Ziele umsetze.

Wer ist dein Vorbild?

Vorbilder finden

Ich bin neugierig. Wen bewunderst du? Von wem möchtest du lernen? Schreibe mir, ob es jemand aus deinem Umfeld ist. Oder ist es eine Person aus Film, Fernsehen, Kunst, Sport, Politik oder Musik?

Natürlich möchte ich auch wissen, was du an deinem Vorbild bewunderst und noch lernen möchtest. Teile deine Gedanken und hinterlasse einen Kommentar.

 

 

 

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