How to get out of „Komfortzone“!

How to get out of „Komfortzone“!

How to get out of „Komfortzone“!

Du hast bereits „Was ist die Komfort-, Lern-, und Panikzone?“ und „Trotz Angst die Komfortzone verlassen“ gelesen und möchtest jetzt wissen wie Du die Komfortzone verlassen kannst? Heute findest Du Ideen und Vorschläge, die Du dafür gut nutzen kannst.

Keine Sorge. Du musst keinen Marathon laufen, einen Berg erklimmen, oder auf geliebte Serien verzichten. Es ist völlig ok, wenn Du mit kleinen Schritten anfängst. Steigern kannst Du die Schritte später immer noch.

Beginne mit kleinen Veränderungen, die wie ein Ritual in Deinen Tag eingegliedert werden. Zunächst übst Du das Neue.

Möglicherweise fühlst Du Dich zu Beginn unsicher und unbehaglich. Das Üben und Wiederholen ist sehr wichtig für Dich. Dadurch überwindest Du die Scheu vor dem Unbekannten und gehst langsam aber sicher in die Lernzone.

Höre in Dich hinein – Der Veränderungswunsch sollte zu Dir passen

Meine beste Freundin ist fast 50 Jahre alt und hat nie gelernt zu schwimmen. Sie fand, dass nun der richtige Zeitpunkt war, um es zu lernen.

Zunächst, weil sie das schon immer machen wollte. Aber auch, um mit dieser neuen Herausforderung Abwechslung in ihren Alltag zu bringen.

Als berufstätige Mutter von drei Kindern ist es nicht einfach, ein Zeitfenster für sich zu finden. Sie hatte Glück. Die Betreuung ihres Jüngsten war an einem Abend in der Woche gesichert.

Erst hatte sie überlegt, dass sie in der Zeit viel Hausarbeit erledigen könnte. Nein, das war ihre Chance und sie hat sie ergriffen.

Kurzerhand meldete sie sich für einen Schwimmkurs an. Sie rief mich vor kurzem an und erzählte mir stolz: „Ich kann schwimmen, ich kann schwimmen!“ Als Nächstes mache ich mein „Seepferdchen“.

Nutze Chancen und schaffe Gelegenheiten

Sie hat von vorneherein erkannt, dass ein scheinbar unüberwindbarer Berg – die Kinderbetreuung – sich aufgelöst hatte. So war es ihr möglich ihren Plan realistisch umzusetzen.

Ein scheinbar unüberwindbarer Berg an Herausforderungen lähmt und führt dazu, dass Du deinen Veränderungswunsch nicht umsetzt. Überlege Dir vorher, wie Du dein „Wenn und Aber“ eliminieren kannst.

Mit der Buchung eines Schwimmkurses hat sie sich eine Gelegenheit geschaffen. Die Anfahrt war zwar lang. Dafür hatte sie die Unterstützung und den Austausch, die sie brauchte, um ihren Erfolg zu sichern.

Das hat den Vorteil, dass Du weniger schnell frustriert bist, wenn Dein Unternehmen nicht gleich funktioniert.

Bucket List: Schreibe eine Liste mit Deinen Zielen

Hast Du eine Liste mit den Dingen gemacht, die Du erreichen möchtest?

Nicht nur berufliche Ziele. Sondern auch Deine persönlichen Pläne, die Du Dir – für Dein Leben – vorgenommen hast. Wie zum Beispiel das Schwimmen lernen.

Mit einer solchen Liste vor Augen stellst Du fest: Wenn ich meine Komfortzone nicht verlasse, werde ich vieles davon nie erreichen.

Diese Erkenntnis kann ein großer Ansporn sein. Hier ist, wie bereits beschrieben, das Gefühl der Angst eine Motivation.

In zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren blickst Du zurück und bist stolz auf Dich: Gut, dass ich damals über meinen eigenen Schatten gesprungen bin!

Definiere Dein Worst-Case-Szenario

Nimm Dir die Zeit und denke darüber nach: „Was ist das Schlimmste, das passieren könnte, wenn ich den Schritt in die Lernzone wage?“

Das klingt im ersten Moment kontraproduktiv. Tatsächlich kann es Dir helfen aus der Komfortzone zu kommen, wenn Du Dir die möglichen Schattenseiten bewusst machst.

Wenn Du vor einer Entscheidung stehst, überlege kurz:

  • Was könnte das schlimmste Ergebnis für Dich werden?
  • Ist es wirklich so schlimm, wie es Dir die Ängste weiß machen wollen?

Sobald Du deine Ängste und Bedenken laut ausgesprochen hast, stellst Du fest, dass es nicht so schlimm ist wie Du ursprünglich dachtest.

Mache ein Spiel daraus und lade einen Freund oder deine Partnerin dazu ein. So gewinnst Du einen Perspektivenwechsel dazu.

Finde eine große Motivation

Die Löffelliste.

Kaum jemandem fällt es leicht, seine Komfortzone zu verlassen und sich aufzuraffen, Ungewohntes auszuprobieren. Das erwartet auch niemand von Dir. Um es trotzdem zu schaffen, brauchst Du die nötige Motivation.

Kennst Du die „Löffelliste“? Das ist eine Liste in der Du festhältst, was Du tun oder erleben möchtest, bevor Du „den Löffel abgibst“. Das kann eine Motivation sein.

Es gibt noch weitere:

  • Vielleicht möchtest Du es für deine Gesundheit tun?
  • Oder für eine Person, die Dir nahe steht.
  • Du möchtest an Deinem beruflichen oder persönlichen Erfolg arbeiten.

Finde das, was Dich antreibt! Dich über Deine eigenen Grenzen hinaus schubsen kann.

Verändere Routinen

Dein Tagesablauf steht fest, die entsprechenden Routinen sind eingespielt und bewährt. Wozu etwas ändern?

Möglicherweise entpuppt sich manche Gewohnheit als überraschend optimierbar und Du lernst nebenbei, deine Komfortzone zu verlassen.

Ändere Deinen Tagesablauf oder Arbeitsroutine bewusst ab. Probiere eine neue Struktur der Arbeitsschritte aus. Triff Dich mit anderen Kollegen zum Essen. Oder verändere die Hunderunde beim Gassi gehen.

Finde ein neues Hobby

Du netflixt, zockst am PC oder chattest stundenlang am Handy? Nutze Deine Zeit sinnvoll. Nirgendwo hast Du mehr Möglichkeiten, um aus deiner Komfortzone zu entkommen als in deiner Freizeit.

Du könntest Dich beispielsweise daran machen, einem neuen Hobby nachzugehen. Das kann eine Sportart sein, etwas Kreatives oder auch irgendwas anderes, für das Du Dich schon länger interessierst.

Vielleicht hast Du Dich bisher noch nicht getraut, den ersten Schritt zu machen und loszulegen.

Entwickle eine Morgenroutine

Nimm Dir vor, jeden Morgen dreißig Minuten vor Deiner gewohnten Zeit aufzustehen. Hört sich nicht verlockend an. Du wirst müde und wenig begeistert sein. Gleichzeitig hast Du damit die Komfortzone verlassen.

Sinnvoller wird dieser Schritt, wenn Du die gewonnene Zeit für Dich nutzt.

Beispielsweise, um in Ruhe zu frühstücken. Vielleicht für ein 10 Minuten-Workout, dass so ähnlich wie in diesem Video aussehen könnte:

Manchmal braucht es solch einen Anstoß, um die eigenen Grenzen auch bei anderen Gelegenheiten zu erweitern. Du demonstrierst Dir damit, dass Du es schaffen kannst.

Außerdem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass eine feste Routine am Morgen langfristig die objektiv messbaren Stressparameter reduziert. Im restlichen Verlauf des Tages erhöht sie gleichzeitig das allgemeine Wohlbefinden.

Menschen neigen in den Morgenstunden eher zu Optimismus und Heiterkeit als sonst.

Frühaufsteher haben außerdem tendenziell stabilere Persönlichkeiten, tendieren weniger zu problematischen Beziehungen mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen und haben eine höhere subjektive Lebenszufriedenheit als Nachteulen.

Sei dankbar

Dankbarkeit ist nicht nur ein Gefühl, das irgendwo herumschwirrt. Sie sitzt in Deinem Kopf und verankert sich dort umso mehr, je öfter Du dankbar bist.

Dein Gehirn ist wie eine Autobahn. Die neuronalen Verbindungen sind Deine Straßen, die Du automatisch nutzt, um von A nach B zu kommen. Durch Deine Erfahrungen und Erziehung hast Du die Autobahn ausgebaut.

Du kannst auch neue Bahnen bauen. Beispielsweise die Autobahn der Dankbarkeit. Indem Du Deine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas richtest, für das Du dankbar bist, werden die neuronalen Verbindungen in Deinem Gehirn gestärkt und ausgebaut.

Mit etwas Übung musst Du nicht lange nachdenken, wofür Du dankbar bist, es wird mehr und mehr zum automatischen Prozess.

Dankbare Menschen sind nach neueren Forschungen insgesamt glücklicher, optimistischer, hilfsbereiter, einfühlsamer und religiöser bzw. spiritueller.

Führe Tagebuch

Ein Tagebuch ist ein gutes Tool, um neue Gewohnheiten aufzubauen oder Alte auszubauen. Eine Morgenroutine zu entwickeln und Dankbarkeit zu üben.

Die Selbstreflexion hilft Dir herauszufinden, was Dir gut tut und Dich glücklich macht. Der Fokus liegt dabei auf das, was Du kannst, was Du geleistet hast und wofür Du dankbar sein kannst. Es reichen wenige Minuten pro Tag.

Du kannst Dir folgende Fragen beantworten:

Ich bin dankbar für…?
Wer oder was hat mich heute glücklich gemacht?
Auf was bin ich heute stolz?
Für wen habe ich heute etwas Gutes getan?
Von wem fühlte ich mich heute geliebt und anerkannt?

Kleide Dich neu ein

Eine Typveränderung muss es nicht sofort sein. Setzt Du ein paar Dinge auf Deinen Einkaufszettel, die Du bisher noch nicht kanntest, bist Du automatisch in der Lernzone.

Anstatt das gleiche Outfit in unterschiedlichen Farben im Kleiderschrank zu haben, probierst Du etwas Neues oder „Verrücktes“ aus.

Wieso nicht das blaue Hemd durch ein Hawaii Hemd ersetzen? Oder die schwarzen Oberteile durch eine rote Bluse mit dezentem Muster?

Sprich fremde Menschen an

Menschen auf Abstand zu halten ist Teil der Komfortzone. Lade Dich zu diesem Experiment ein und gehe auf Fremde zu.

Suche das Gespräch. Es reicht aus, wenn Du eine kurze Frage stellst. Dich beispielsweise nach dem Weg oder der Uhrzeit erkundigst. Dich bedankst und Deines Weges gehst.

Du könntest auch deine Hilfe oder ein Bonbon anbieten. Selten ist dein Gegenüber unfreundlich.

Vielmehr wirst Du viele positive Signale erhalten. Das wird Dir ein gutes Gefühl geben und Dein Selbstbewusstsein für die Zukunft steigern.

Verlasse Deine Komfortzone mit einem Partner

Aller Anfang ist schwer. Was gut hilft, ist ein Freund, der sich den Herausforderungen gemeinsam mit Dir stellt.

Ihr könnt Euch gegenseitig motivieren und dafür sorgen, dass der jeweils andere keinen Rückzieher macht und in der Lernzone bleibt.

Siehe die Absprache als Deine persönliche Verpflichtung an. Ein Versprechen, dass Du unbedingt einhalten möchtest.

Du wirst sehen, dass Dich das umso mehr anspornt, Deine Herausforderung auch wirklich anzupacken!

Außerdem gilt: Gemeinsam lassen sich Ängste deutlich leichter besiegen. Das ist besonders wichtig, wenn Du befürchtest, dass Andere sich über Dich lustig machen oder schlecht über Dich reden.

Ein Freund stärkt Dir den Rücken und Du kannst Dich besser darüber hinwegsetzen.

Belohne Dich

Du hast erfolgreich Deine Komfortzone verlassen und Dein Ziel erreicht?

Belohne Dich dafür. Dein Gehirn speichert die Belohnung und verknüpft den Erfolg mit einem guten Gefühl.

Das hat einen positiven Effekt: Sobald Du beim nächsten Mal eine neue Herausforderung anpackst, dann wird es Dir sehr viel einfacher fallen.

Dein Gehirn hat sich gemerkt, dass danach eine Belohnung kommt und es wird für Dich einfacher, diese Sache anzugehen.

Also, los. Klopfe Dir auf die Schulter. Sei stolz auf Dich und tue Dir was Gutes.

Kleiner Selbsttest

Bist Du bereit Deine Komfortzone zu verlassen? Zähle bitte mit, wie viele Aussagen auf Dich zutreffen.

 Ich wünsche mir neue Chancen im Beruf und Privat.
 Ich bin bereit meine Stärken auszuprobieren.
 Ich möchte mich besser und anders kennen lernen.
 Ich brauche eine Veränderung in meinem Leben.
 Ich habe ein Ziel, dass ich erreichen möchte.
 Ich bin neugierig, was ich noch alles kann.
 Ich höre auf, meinen gegenwärtigen Zustand zu akzeptieren.
 Ich bin auf der Suche nach neuen Impulsen.
 Ich möchte auf keinen Fall weitermachen wie bisher.
 Ich will ausprobieren, ob Träume wahr werden können.

Weniger als fünf? Dann bist Du noch nicht bereit für Veränderung. Wenn fünf und mehr Aussagen auf Dich zutreffen, dann bist Du soweit und wirst einen Fuß in die Lernzone setzen.

Schreibe mir!

Bei allen genannten Punkten handelt es sich um Vorschläge. Wenn Du in die Lernzone gehen möchtest, wähle Aktivitäten, die zu Dir passen. Für Dich ungewohnt sind und Dir neue Perspektiven eröffnen.

Wie sieht es bei Dir aus? Welchen Schritt und wie viele bist Du gegangen, um die Komfortzone zu verlassen?

Schreibe mir Deine Erlebnisse. Ich freue mich.

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