Warum du dich nicht um Geringschätzung kümmern sollst, sondern um Wertschätzung

Warum du dich nicht um Geringschätzung kümmern sollst, sondern um Wertschätzung

Warum du dich nicht um Geringschätzung kümmern sollst, sondern um Wertschätzung

Vielleicht gibt es bei dir auf der Arbeit, in der Familie oder unter Freunden und Bekannten, jemanden, der ein geringschätzendes Verhalten an den Tag legt.

Das ist ärgerlich und raubt dir möglicherweise viel Energie. Wertschätzung dagegen

– erhöht dein Wohlbefinden durch die Ausschüttung von Endorphin,

– verbessert deine Konzentration,

– stärkt deine Beziehungen,

– steigert die Leistungskraft.

Du möchtest wissen, was Wertschätzung ist und wie du dir diesen Schatz erobern kannst? Nachdem du diesen Artikel gelesen hast, findest du vielleicht einen Weg.

Definition – Was ist Wertschätzung?

Ein Schatz ist in der Regel eine Kostbarkeit. Der Wert eines Schatzes ist abhängig von demjenigen, der ihn betrachtet.

Beispielsweise kann dein geliebtes Cabrio ein Schatz sein, ein besonderer Mensch oder die Fähigkeit diszipliniert zu sein.

Wertschätzung ist das Schätzen (von „Schatz“ = „für sehr gut befinden“) von einzelnen oder mehreren messbaren Eigenschaften (Werten) einer Sache (Objekt) oder von Individuen (Subjekten).

 

Wertschätzung von Personen

Gleichwohl Taten oder Leistungen die subjektive Einschätzung über eine Person und damit die Wertschätzung beeinflussen ist sie eher unabhängig davon.

Die Person als Ganzes, ihr Wesen wird anerkannt (geachtet, respektiert, gemocht). Wertschätzung ist demnach eine Herzens- und Geisteshaltung, die den Menschen sieht und nicht nur dessen Ertrag.

Sie ist Nahrung für einzelne Menschen und das Fundament für Beziehungen auf Augenhöhe. Durch die Wertschätzung von wertvollen Attributen (Feedback, Zuneigung, Resonanz), können sich diese etablieren und weiter aufbauen.

Auswirkung auf das Selbstwertgefühl

Wertschätzung ist oft verbunden mit Respekt, Achtung, Wohlwollen und Anerkennung. Sie drückt sich in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit aus.

„Sie erfreut sich allgemein hoher Wertschätzung“. Diese Aussage bedeutet umgangssprachlich, dass sie geachtet ist.

Erfahrungsgemäß haben Menschen mit hohem Selbstwert häufiger eine wertschätzende Haltung anderen gegenüber. Im Umkehrschluss werden sie öfter von anderen wertgeschätzt.

Wertgeschätzte Personen mit einem offenen und kontaktfreudigen Wesen sind oftmals beliebt. Empfangene und gegebene Wertschätzung vergrößert das Selbstwertgefühl, sowohl beim Empfänger als auch beim Geber.

 

Der Zweck von Wertschätzung und die Motive

Der Begriff Wertschätzung wird fälschlicherweise als Wert bezeichnet oder verwendet. Sie ist vielmehr eine Haltung, welche als Zweck – aus unterschiedlichen Motiven – eingesetzt wird.

Möglicherweise findest du Menschen in deinem Umfeld, die nicht zu schätzen wissen, wie gut sie es im Leben haben.

Zum Beispiel kenne ich ein Ehepaar, dem es finanziell und gesundheitlich gut geht. Ihre Kinder sind aus dem Haus und sie könnten jeden Tag gemeinsam etwas unternehmen.

Stattdessen bleiben sie zu Hause, streiten sich und beschweren sich über ihr Leben.

Wertschätzung als Grundhaltung:

Glücklicherweise gibt es diejenigen, die glücklich über die großen Dinge im Leben sind: Ein Dach über dem Kopf, die gute Gesundheit, die finanzielle Sicherheit, die Familie, etc.

Gleichzeitig hat jeder auch kleine Dinge oder Momente, die es wert sind geschützt zu werden.

Zum Beispiel das herzliche Telefonat mit der Oma, den kleinen und freundlichen Austausch mit der Nachbarin, die tatkräftige Unterstützung eines Kollegen oder Zeit, die dir von Freunden geschenkt wird.

Menschen mit dieser Grundhaltung mögen andere Menschen, sind empathisch und wohlwollend. Wertschätzung ist für sie eine Grundhaltung aufgrund ihrer Charaktereigenschaften.

Wertschätzung als strategisches Führungsinstrument:

Neben der Bewertung und Honorierung von Leistung erhält in modernen Unternehmen die Anerkennung von persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten mehr wert. Die Einzigartigkeit des Mitarbeiters ist wertvoll.

Viele Arbeitgeber nutzen Wertschätzung zum Motivieren von Mitarbeitern, Verbündeten, Partnern, etc. Die Arbeitsatmosphäre verbessert sich spürbar und der Arbeitgeber wird mit loyalen, leistungsfähigen und begeisterten Teams belohnt.

Wertschätzung als Ritual:

Eine Einladung zu einem aufwendigen Abendessen bei Freunden ist immer sehr schön. Sollte dir das Essen nicht schmecken, wirst du deiner Erziehung entsprechend trotzdem anerkennende Worte dafür finden.

Vielleicht hebst du im Gespräch hervor, wie viel Mühe sich die Gastgeber gemacht haben. Das der Tisch schön gedeckt oder der Wein gut ausgesucht ist.

Du setzt Wertschätzung als konditioniertes (angeeignetes) kulturelles oder subkulturelles Ritual ein.

Wertschätzung aufgrund einer anerkennenden Denkweise:

„Ich habe eine Lieblingsbluse, aus der ich rausgewachsen bin. Magst du sie haben?“ Lisa breitete die Bluse vor Marlena aus und beobachtet wie die Augen ihrer Klassenkameradin größer werden. „Ja, die nehme ich!“

Marlena packt die Bluse in ihren Rucksack und setzt sich an ihren Platz. Mit einem verdutzten Gesichtsausdruck dreht sich Lisa um. Etwas verärgert geht ihr durch den Kopf: „Was war das jetzt? Ich wollte ihr eine Freude machen, weil ich weiß, dass sie sich Markensachen nicht leisten kann. Sie sagt nicht mal danke.“

Als Lisa Marlena darauf anspricht, meinte diese: „Ich brauche mich nicht zu bedanken. Du hättest mir die Bluse ja sowieso geschenkt, weil sie dir nicht mehr passt.“

Voraussetzung für eine anerkennende Denkweise ist positives Empfinden:

Am nächsten Tag bringt Lisa ein weiteres Teil aus ihrer „Miste-den-Schrank-aus-Aktion“ mit und schenkt Kaya einen Pulli. „Danke, danke, danke. Der ist so schön.“ Kaya flippt regelrecht aus und zieht in sofort an.

Mindestens genauso groß ist die Freude bei Lisa und die Mädchen umarmen sich. Am nächsten Tag bringt Kaya eine Schachtel Pralinen mit und überreicht sie feierlich Lisa.

Peinlich berührt und gleichzeitig glücklich über diese Anerkennung teilt Lisa die Nascherei mit den anderen Mädchen, die sich über eine unverhoffte Leckerei freuen.

Die anerkennende Denkweise ist hier die Dankbarkeit.

Wertschätzung als Dominoeffekt:

Wertschätzung aus Dankbarkeit, aufgrund von positiv empfundenen Ereignissen oder Erlebnissen hat einen Dominoeffekt (= eine durch ein Ereignis ausgelöste Folge von weiteren gleichartigen oder ähnlichen Ereignissen).

Obwohl Wertschätzung unterschiedlich motiviert ist, löst sie in fast allen Fällen eine positive Reaktion aus – sowohl beim Wertschätzenden als auch beim Wertgeschätzten. Dieses Video ist ein schönes Beispiel.

https://youtu.be/9-UqjH3uIGs

Ist Lob Wertschätzung?

Loben, aus althochdeutsch „loben“ (= anerkennen, rühmen, verherrlichen, preisen (8. Jh.), bedeutet, eine außerordentliche Leistung einer Person, ausdrücklich und nach (oder über) Gebühr sichtbar hervorzuheben.

Lob bezieht sich auf eine Person, ihre Leistung, oder ein Merkmal von ihr. Es zielt auf etwas, das die Person hat, ab. Es würdigt ihren Erfolg.

Sagst du zu deinem Partner: „Du bist ein toller Koch“, bezieht sich deine Aussage auf die Person und die Leistung. Die Aussage: „Du hast wunderbar gekocht“ bezieht sich auf die Leistung. „Du hast einen guten Geschmack“ auf ein Merkmal.

Beim Lob steht derjenige im Mittelpunkt, der das Lob verteilt. Hier ist der Unterschied zur Wertschätzung: Damit du loben kannst, muss zuvor eine lobenswerte Leistung erbracht worden sein.

Es entsteht eine Hierarchie zwischen dem Lobenden und dem Gelobten. Dadurch wird die persönliche Abhängigkeit zur lobenden Person gefördert.

Wer die Wertschätzung entgegenbringt ist zweitrangig, weil nicht die Handlung, sondern der Mensch im Vordergrund steht.

Lob kann dazu führen, dass der Bewunderte seinen Selbstwert davon abhängig macht. Es kann soweit gehen, dass er sich getrieben sieht, erfolgreich zu sein, um die benötigte Anerkennung zu bekommen, ohne die er sich wertlos fühlt.

Ermutigung

Ermutigung hat die Intention, den Menschen in Verbindung zu seinen eigenen Kräften und Fähigkeiten zu bringen.

Bei der Ermutigung steht die Beziehung der Person zu seiner Tätigkeit im Vordergrund. Wer die Ermutigung ausspricht, ist im Gegensatz zum Lob von untergeordneter Bedeutung.

„Lob bezieht sich auf den Handelnden, Ermutigung erkennt die Handlung an (Dreikurs et al. 1978)“.

Kennst du die Taktik von Marathonläufern? Sie verabreden sich mit Freunden oder Familie an welcher Km-Stelle sie angefeuert werden möchten. Meistens dort, wo sie erfahrungsgemäß einen Leistungseinbruch erwarten.

Durch die Zurufe der Zuschauer können die Läufer dieses Leistungstief besser überwinden und laufen weniger Gefahr aufzugeben.

Ermutigung während eines Prozesses

Du kannst sowohl aktiv als auch passiv das Gefühl der Unterstützung vermitteln.

Eine aktive Ermutigung kann eine wertschätzende Rückmeldung zum Engagement sein, Dinge/Tätigkeiten dem Gegenüber zutrauen, Verantwortung übertragen oder Teilnahme ermöglichen im Sinne von Mitsprache.

Eine passive Ermutigung kann ein freundlicher Blick oder ein kleiner Körperkontakt im Sinne von der Hand auf die Schulter legen sein. Auch Interesse zeigen durch Fragen und durch die Bitte um Unterstützung.

Der Unterschied zum Lob wird deutlich:

Lob findet erst am Ende statt, wenn die Handlungen abgeschlossen sind und das gesetzte Ziel erreicht ist. Es bedeutet, dass in Zeiten des Zweifels oder der Unsicherheit keine Unterstützung zu spüren ist.

Selbstzweifel haben mehr Raum, die Tendenz aufzugeben nimmt zu, Fehlerteufel schleichen sich zunehmend ein.

Ermutigung erkennt die Qualitäten, Talente, Fähigkeiten oder Verhaltensweisen von Menschen an, bezieht sich insgesamt mehr auf das, was Menschen tun, auf ihre Anstrengungen bzw. auf Prozesse.

Zum Beispiel: „Ihr habt prima zusammengearbeitet und eine eigene Idee umgesetzt.“ Oder: „Du wirst das schaffen! Probiere es nochmal!“

Ermutigung wirkt in die Zukunft:

Um jemanden zu ermutigen, muss er noch nichts geleistet haben; damit wirkt eine Ermutigung in die Zukunft und fördert weitere Anstrengungen.

Auch bei einem Misserfolg kannst du ermutigen, denn sie bereitet den Weg für eine weitere Entwicklung des Empfängers.

Beispiel für Wertschätzung

Die Hotelkette „Upstalsboom“ hat nach dem vernichtenden Ergebnis einer internen Mitarbeiterbefragung konsequent einen Paradigmenwechsel für eine ökologische und menschliche Unternehmensführung umgesetzt.

Die hohe Konzentration auf die persönliche Entwicklung der Menschen wirkte sich in der Branche -überdurchschnittlich positiv- auf Arbeitgeber-Attraktivität, Servicequalität und Wirtschaftlichkeit aus.

So stieg die Zufriedenheit der Mitarbeiter um ca. 80 % und die Weiterempfehlungsrate der Gäste von 92 % auf 98 %.

In Folge wurden der Umsatz und der Gewinn deutlich gesteigert.

In diesem Video siehst du eine Erfolgsgeschichte, die durch Potentialentfaltung der Mitarbeiter ermöglicht wurde.

Wertschätzung vermitteln

Im Alltag offenbart sich die Wertschätzung gerade in kleinen Gesten, die einen großen Unterschied machen.

Wertschätzung ausdrücken
Augenhöhe
Anerkennun

Eine kleine Veränderung in der Begegnung und der (nonverbalen) Kommunikation kann echte Wertschätzung vermitteln.

Auswirkung fehlender Wertschätzung

Wer meine Artikel liest, weiß, dass ich gerne aktuelle Beispiele nutze, um Themen greifbarer zu machen.

Auf der Suche nach einem Beispiel für das Thema Wertschätzung ist mir eine aktuelle Situation „in den Schoß gefallen“. Sie ist gut nachvollziehbar und auf jede andere Situation übertragbar.

Die Namen habe ich geändert. Das Klima hat sich inzwischen für die Schüler aufgrund von Gesprächen gebessert. Es geht um eine Lehrerin, die überzeugt davon war, dass sie ihre Schüler wertschätzend behandelte.

Wie sich ihre Wertschätzung auf die Arbeitsatmosphäre in der Klasse auswirkte, habe ich in einer kurzen Geschichte festgehalten.

 „Psst sei still, sonst werden wir gleich vor der ganzen Klasse niedergemacht“, flüstert Mika, die Augen zur Tafel gerichtet, seinem Sitznachbarn und bestem Freund Luka zu. „Mensch Mika, ich habe die Hausaufgaben nicht. Julian weint die ganze Zeit, weil er aufgeflogen ist. Lass mich abschreiben!“

Mika verdreht die Augen und schiebt sein Heft rüber. Niemand will von Frau Laubach erwischt werden. Er hatte schließlich auch schon mal die Englisch-Hausaufgaben vergessen. Jetzt weint auch Rudi.

Mika und Luka schauen sich entsetzt an. Frau Laubach ist nur noch eine Tischreihe entfernt. Luka hat Schweißperlen auf der Stirn und Mika wird flau im Magen.

 „Wo soll das noch hinführen, wenn niemand seine Hausaufgaben macht?“, brüllt die Lehrerin durch die Klasse.

Sie kommt auf Luka zu, der kurz vorher sein Heft geschlossen hatte und nimmt es in die Hand. Nachdem sie sie seine „Sauklaue“ vor der ganzen Klassen kommentiert hat, wirft sie ihm das Heft auf den Tisch.

Bevor sie mit dem Unterricht beginnt, putzt sie die ganze Klasse runter.

Fehlende Wertschätzung beeinflusst Körper und Geist

Seit Beginn des Schuljahres ist Frau Laubach die neue Englischlehrerin. Mika stützt seinen Kopf in die Hand. Er denkt an seine guten Englischnoten aus dem letzten Jahr. Obwohl die alte Lehrerin streng war, hatte keiner Angst vor ihr. Sie war immer freundlich, respektvoll und fair. Stirn runzelnd sieht Luka seinen Freund an: „Was ist los Mika?“

Er dreht sein blasses Gesicht zu Luka. Soll er zugeben, dass er vor jeder Stunde mit Frau Laubach Kopf- und Bauchschmerzen bekommt? Er möchte vor seinem Freund nicht schwach wirken.

Er schaut ihn ernst an als Luka flüstert: „In der Pause reden wir mit den anderen. Das kann so nicht weitergehen. Wir müssen was unternehmen und zur Klassenlehrerin gehen. Die Laubach will, dass wir Respekt vor ihr haben. Sie selber behandelt uns wie die letzten Vollidioten.“

Überrascht und erleichtert murmelt Mika: „Jedes Mal, wenn sie uns etwas fragt, bin ich total blockiert. Obwohl ich die Antwort weiß, ist mein Kopf leer.“ „Ich weiß. Geht mir auch so. Englisch war mein Lieblingsfach.“

Es klingelt. Sie nicken sich zustimmend zu und gehen auf den Pausenhof. Die Clique versammelt sich an den Tischtennisplatten. Alle beschweren sich über die schlechte Stimmung im Englischunterricht.

„Ich habe keine Lust mehr, jede Stunde angebrüllt zu werden. Was haltet ihr davon, wenn wir darüber alle mit der Klassenlehrerin reden?“ fragt Luka in die Runde.

Einige schauen betreten auf ihre Füße, andere schauen Luka fragend an. Mika stellt sich gerade hin und nimmt allen Mut zusammen: „Gute Idee! Wer kommt mit?“ Die ganze Clique hebt die Hand. Nun ist es beschlossen.

Die Ausdrucksformen der Wertschätzung

Generell ist Wertschätzung individuell, präzise und kommt von Herzen. Entsprechend kannst du Wertschätzung unterschiedlich ausdrücken.

Wie du sie zum Ausdruck bringen kannst, lässt sich gut an dem oben genannten Beispiel darstellen. Es geht um die Bereitschaft der Klasse, Hausaufgaben zu machen.

Wie kannst du mit Wertschätzung beispielsweise mangelnde Motivation wettmachen?

Respektvoll kommunizieren

Ein respektvoller und höflicher Umgangston untereinander ist die ewige Grundlage jeder positiven Kommunikation. Spätestens an diesem Punkt offenbart sich, ob die Wertschätzung wirklich eine Haltung oder nur eine Maskerade ist.

Anstatt die Kinder auszuschimpfen und vorzuführen, könnte eine wertschätzende Formulierung lauten: „Kinder, ich weiß ihr habt keine Lust auf Hausaufgaben. Gleichzeitig sind sie ein wichtiger Bestandteil der sonstigen Mitarbeit.“

Anerkennende Worte finden

Mit anerkennenden Worten kannst du ausdrücken, was du beobachtet hast und welche Bedeutung, welchen Wert das für dich hat.

Indem du die Worte aufrichtig und spürbar für dein Gegenüber äußerst, verhinderst du, dass sie möglicherweise hohl klingen.

Der beste Weg, um gleichzeitig Interesse zu zeigen: Nimm dir die Zeit für den anderen. Stelle Fragen. Höre zu. Ermutige.

Von 27 Schülern in der Klasse haben siebzehn sich die Zeit genommen und die Mühe gemacht ihre Hausaufgaben zu machen.

Um Rat bitten

Das ist eine der subtilsten Formen der Wertschätzung: Frage um Rat. Kaum jemand kann diesem Antrag widerstehen, sein Können und Wissen weiterzugeben, sobald er darum gebeten wird.

Erstens, weil du ihm damit Bedeutung verleihst; zweitens, weil er sich so verewigen kann. Es ist ein erbauliches Gefühl, der Welt Gutes von sich hinterlassen zu können.

Was meint ihr, wie können wir die anderen zehn motivieren? Könnt ihr denen die keine Hausaufgaben haben einen Tipp geben, wie ihr es schafft eure Hausaufgaben regelmäßig zu machen?

Fair revanchieren

Revanchiere dich ab und zu – und zeige damit, wie wertvoll der vorherige Gefallen oder die gezeigte Leistung tatsächlich für dich war.

Kleine Geschenke erhalten nicht nur Freundschaften: Wer sich zuvor richtig reingehängt hat, freut sich über einen geschenkten freien Tag mehr, als über ein paar Worte.

Entsprechend spielen Fairness und Angemessenheit bei der Wertschätzung eine wichtige Rolle.

Wer in Zukunft regelmäßig achtmal hintereinander seine Hausaufgaben macht, kann einen Hausaufgaben-Gutschein einlösen. Diejenigen, die die Hausaufgaben machen, melden sich öfter, weil sie den Stoff kennen. Die Chance auf eine gute Note für die mündliche Mitarbeit steigt enorm.

Zeit schenken

Echte Wertschätzung drückt sich darin aus, dass du einen qualitativen Austausch suchst. Plane gesonderte Termine und suche den Dialog.

Wichtig ist, dass du die Zeit nicht mit eigener Redezeit füllst, sondern zuhörst und dich gemeinsam austauschst.

An dieser Stelle kann die Lehrerin Vertrauen gewinnen, weil sie sich die Zeit nimmt und nach Feedback fragt.

Bedürfnisse erkennen

Vielleicht waren die Hausaufgaben zu viel oder zu schwer? Oder in dieser Woche wurden zwei Klassenarbeiten und ein Test geschrieben?

Einen anderen Menschen zu wertschätzen bedeutet auch, dessen Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen. Darin drückt sich echtes Interesse aus.

Natürlich heißt das nicht, alle Bedürfnisse jederzeit zu erfüllen, das gelingt nicht. Man kann zumindest versuchen, auf die Erfüllung der wichtigsten und relevanten hinzuarbeiten.

Bist du eher der Wertschätzende oder der Wertgeschätzte Mensch? Welche Erfahrungen hast du gesammelt? Hinterlasse mir einen Kommentar oder schicke mir eine Nachricht.

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