6-Minuten-Tagebuch: ein Erfahrungsbericht

6-Minuten-Tagebuch: ein Erfahrungsbericht

6-Minuten-Tagebuch: ein Erfahrungsbericht

Das 6-Minuten-Tagebuch von Urbestself hat mir geholfen meine innere Haltung positiver und dankbarer zu gestalten. Wie und warum das mit diesem Tagebuch so gut funktioniert? Das erkläre ich dir anhand meines Erfahrungsberichts. Bleib dran.

Eine Portion mehr Glück im Leben in nur 6 Minuten

Bei meiner Artikelrecherche zum Thema positive Einstellung habe ich das 6-Minuten-Tagebuch von Urbestself entdeckt. Ich nutze es seit knapp einem Jahr.

Es hat sich bewährt, weil es einfach und praktisch ist. Der Autor Dominik Spenst hilft dir die Frage zu beantworten: Was macht dich glücklich? 

Um das herauszufinden, brauchst du lediglich morgens und abends drei Minuten. In dieser Zeit reflektierst du dich und deinen Tag.

Mit Kontinuität lässt du das, was dich glücklich macht, zur Gewohnheit werden und holst dir mehr davon in dein Leben. Wie genau, verrate ich dir in diesem Artikel.

Das 6-Minuten-Tagebuch/PUR– Die Fortsetzung

Das PUR-Tagebuch ist etwas für Geübte. In der Regel startet jeder mit dem 6-Minuten-Tagebuch, weil dort die Anwendung genau erklärt wird.

Ich habe die Fortsetzung ehrlich gesagt nur gekauft, weil ich auf das Design angesprungen bin: Ein handliches, 420 Gramm schweres, DIN A5 Buch mit rosa Leinen überzogen und goldenem Titel verziert.

Das lege ich mir gerne auf meinen Nachttisch. Keine Panik, das Urbestself Tagebuch gibt es auch in anderen Farben und auf Englisch.

Kaum war es da, habe ich sofort losgelegt. Kann ja nicht so schwer sein. Schließlich geht es

  • Um mich, meinen Alltag, meine innere Haltung, mein Selbstbild.
  • Um den Fokus auf die kleinen Momente, oftmals selbstverständlichen Dinge im Leben.
  • Darum, den Scheinwerfer durch Routine und Wiederholung auf Positives im Leben zu schwenken.

Wer braucht Anleitungen für ein 6-Minuten-Tagebuch?

Wer braucht da schon das erste Buch, welches die „Gebrauchsanleitung“ beinhaltet? Das ist ja alles selbsterklärend. Dachte ich.

Legte mir einen Stift und das Tagebuch auf meinen Nachttisch, um direkt nach dem Aufwachen mit verschlafenen Augen loszulegen.

Einfach morgens kurz in sich gehen und drei Minuten schreiben. Während der „inneren Einkehr“ besteht die leichte Gefahr wieder einzuschlafen. Habe jedoch kurz vorher tapfer zum Kugelschreiber gegriffen.

Abends dann den Tag Revue passieren lassen und kurz vor dem Schlafen gehen wieder drei Minuten für das Schreiben investieren. Echt nicht schwer!

Theoretische Prinzipien eines Tagebuches: Langweilig oder motivierend?

Nach vier Wochen fing ich an mich zu fragen, ob ich das alles so richtig mache. Geschriebenes wiederholte sich, wurde flüchtig und sinnlos.

Manchmal fehlten die passenden Antworten. Dann gab es noch den Monats-Check und den Gewohnheit-Tracker, die ich einfach mal ausgefüllt habe, ohne zu wissen, wozu es gut ist.

Gewohnheitstracker

Um wirklich sicherzugehen, dass ich mein schönes neues Tool für mehr Dankbarkeit und Wertschätzung auch richtig nutzte, investierte ich weitere 24,90 Euro in das 6-Minuten-Tagebuch von Urbestself. Zum Glück.

Die theoretischen Prinzipien hinter diesem praktischen Buch ergeben Sinn. Sie unterstreichen alles, was ich bis dato gelernt habe und beruflich auch umsetze. Das Sachbuch erklärt genau und mit vielen Beispielen den Sinn der 6 Minuten und eines Tagebuches.

Außerdem erfährt der Leser, wie die Idee für das Tagebuch und UrBestSelf entstanden ist. Eine bewegende Geschichte, die motiviert.

Es muss nicht immer ein Schicksalsschlag kommen, damit du deine innere Haltung in Bewegung bringst oder die Komfortzone verlässt. Manchmal reichen Geschichten, Impulse und gute Tools.

Nachdem ich den wissenschaftlich fundierten Backstage Bereich gesichtet hatte, konnte ich mit neuem Elan das Tagebuch in meinen Alltag integrieren.

„Inhalt der Gebrauchsanleitung“ für das 6-Minuten-Tagebuch von Urbestself

Einleitung: 6 Gründe für deine 6 Minuten (9 Seiten).

Überblick: übersichtliche Erläuterung, wie du das 6-Minuten-Tagebuch nutzen kannst und eine Beispielseite.

Sachbuch: Mit sachlichen Informationen zu den Themen positive Psychologie, Gewohnheit, Selbstreflexion werden die theoretischen Prinzipien zu diesem Buch erklärt.

Die Morgenroutine: Was ist das und wieso hat sie Einfluss auf deine innere Haltung?

Die Abendroutine: Eine Reflexion des Tages, um kleine Erfolge des Tages zu feiern und Glücksmomente zu verinnerlichen.

6 Tipps zur Nutzung: Beispiele und hilfreiche Vorschläge für die optimale Nutzung, um motiviert und kontinuierlich dranzubleiben.

Zusätzliche Inhalte

„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Francis Bacon (1561-1626)

Zitate für dich: Täglich, schön, bildlich und lehrreich.

Dein Monats-Check: hier bewertest du alle vier Wochen verschiedene Bereiche deines Lebens, wie Familie, Finanzen, Gesundheit, Spaß, etc. So kannst du vergleichen in welchen Bereichen sich was verschlechtert oder verbessert hat.

Dein Gewohnheits-Tracker: hilft dir egal, ob du neue Gewohnheiten oder bereits vorhandene nachverfolgen möchtest. Einfach die Tage ankreuzen, an denen du deine positive Gewohnheit umgesetzt hast.

Die wöchentlichen 5 Fragen: geben dir spannende Einblicke in deine Vergangenheit und helfen dir in neue Richtungen zu denken.

Deine wöchentlichen Notizen: Hier hast du Platz für deine Ideen oder Gedanken.

Deine wöchentlichen Herausforderungen: Impulse Neues auszuprobieren und Anregungen, die helfen aus der Komfortzone zu kommen. Wie zum Beispiel: Grüße in dieser Woche jeden Tag eine fremde Person mit einem Lächeln. Oder ersetze eine Woche lang ein „Wie geht es dir?“ mit „Was beschäftigt dich gerade?“

Deine täglichen Einträge: Datum, Tag und: 

Morgens: Ich bin dankbar für …                                                                                                 So mache ich den heutigen Tag wundervoll …                                                           Positive Selbstbekräftigung

Abends: Was habe ich heute Gutes für jemanden getan?                                                        Was werde ich morgen besser machen?                                                                    Tolle Dinge, die ich heute erlebt habe …

66 Tage: Nach 66 Tagen verwurzeln sich neue Gewohnheiten und werden Teil deines Lebens. Damit hast du eine wichtige Etappe erreicht.

Ein riesiger Meilenstein: das ist der Abschluss des Buches. An diesem Punkt hältst du einen wichtigen Teil von dir in der Hand. Deine Veränderungen, deine Erfolgserlebnisse und unzählige Glücksmomente.

Literaturverzeichnis: Über 50 Literaturhinweise, die das wissenschaftliche Fundament unterstreichen und Interessierte neugierig machen.

Gestaltung und Handhabung

Das Tagebuch beeindruckt – auch unsere Katze Lucia –  mit seinem schlichten Design, übersichtlicher Aufteilung und sinnvollen Zitaten.

Du kannst durchblättern und lediglich die Zitate lesen und wenn du ein Kapitel suchst, hast du es schnell gefunden.

Mit 2 Lesezeichen im Buch kannst du dir deine Lieblingsseiten markieren. Die vielen Beispiele machen neugierig und motivieren zum Weiterlesen.

Bezogen auf den Inhalt ist es kein Buch, dass du in einem Rutsch durchliest. Keine Sorge, trotz aller Wissenschaft suchst du vergeblich nach komplizierten Formulierungen oder Fachbegriffen. Alles ist einfach und gut erklärt.

Allerdings braucht es schon seine Zeit, wenn du die Inhalte verinnerlichen möchtest.

Obwohl ich mich mit diesen Themen auskenne und damit arbeite, habe ich es für die Umsetzung etappenweise gelesen. Das Tagebuch weiter angewandt und dann bestimmte Themen zur Vertiefung nochmal gelesen.

Vier Tipps zum Führen des 6-Minuten-Tagebuches

  • Leg das Buch und einen Stift griffbereit neben dein Bett
  • Lies zur Vorbereitung die Einleitung
  • Schreibe ganz intuitiv mit Herz und Verstand.
  • Tausche dich über die Themen im Buch und deine Erfahrungen mit Freunden aus – daraus entstehen echte Gespräche!

Ist ein „Papier-Tagebuch“ in Zeiten der Digitalisierung zeitgemäß?

JEIN. Glück-Tagebücher gibt es mittlerweile auch als App. Der Effekt mit Papier und Stift ist allerdings viel größer.

Der Trick ist, dass du noch bevor du den Stift ansetzt – und währenddessen – die Fragen im Buch gedanklich durchgehst. Du durchlebst die Situation erneut und rufst Empfindungen ab.

Aus diesem Grund verankert sich das geschriebene Wort viel intensiver im Gehirn und im Unterbewusstsein.

Räume erweitern und im Herzen aufblühen 

Was tust du, wenn du wenige Minuten Leerlauf hast? Du lenkst dich ab. Deine Hand greift zur Fernbedienung, zum Handy, zur Playstation, etc.

Wann bist du ungestört und frei von äußeren Einflüssen? Was sind deine eigenen, ungefilterten Gedanken?

Der routinierte Eintrag ins 6-Minuten-Tagebuch ist eine Hilfe für deine innerliche Einkehr. Du hast Räume in dir drin, die du mit Kontinuität wiederentdeckst und kennen lernst, um wachsen zu können.

Räume, die du ausweiten kannst

Mit neuen Gewohnheiten und realistischen Zielen füllst du deine Räume mit Struktur, Vertrauen und positiver Haltung. Durch die innerliche Stärkung schaffst du optimale Bedingungen, um neue Herausforderung anzunehmen.

Das Tagebuch ist etwas für dich, sobald du dich für Veränderung entscheidest und bereit bist kontinuierlich zu üben.

Wo kämen wir hin, wenn wir alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge. Schau du nach, wohin du kommst. Lauf los! Dem Gehenden schiebt sich der Erfolg unter die Füße. (Kurt Marti)

Das 6-Minuten-Tagebuch ist nichts für Vielschreiber

Wer viel und gerne schreibt, wird sich durch die Struktur auf Dauer eingeschränkt fühlen. Hier ist es ratsam, die Seiten für Notizen und Ideen zu nutzen oder parallel ein Notizbuch zu führen.

Andererseits sind die vorgegebene Struktur und die eingegrenzte Zeit  wichtige Elemente, um ein Ritual zu etablieren und den Fokus beizubehalten.

Gleichzeitig kannst du diese auflockern, um für Abwechslung zu sorgen. Ich suche mir Themenfelder aus, für die ich dankbar bin. In etwa so:

Gesundheit: Was genau unterstützt deine gute Gesundheit? Hier kann es beispielsweise sein, dass du dankbar bist für die Möglichkeit, die du hast, um zum Sport machen.

Familie: Wieso bist du für deine Familie so dankbar? Vielleicht bist du dankbar, weil der Zusammenhalt so groß ist.

Kinder: Was genau macht die Kinder aus, dass du so dankbar bist? Du bist dankbar, dass sie einen guten Freundeskreis haben und motiviert sind gute Noten zu schreiben.

Beruf: Was war dein Highlight der Woche? Ein unerwartet guter Rat, den Vortrag ohne Gedächtnislücken gehalten. Trotz Stress den Termin gehalten.

Oder ich nutze die Spalte „So mache ich den heutigen Tag wundervoll …“ für meine To-Do´s, Not-To-Do´s oder auch für Dinge an die ich dringend denken möchte.

Zum Beispiel ein Anruf zum Geburtstag oder Kinder von der Schule abholen. Nicht lachen, habe ich schon mal vergessen. 

Was habe ich über mich gelernt?

Mit der Regelmäßigkeit und Kontinuität habe ich ein Ritual entwickelt, welches Tag für Tag meine innere Haltung positiv beeinflusst.

Besonders in stressigen Zeiten, konnte ich damit meine positive Haltung langfristig erhalten.

Auch aus Fehlern habe ich positive Schlüsse gezogen, da die Struktur nicht danach fragt, was ich schlecht gemacht habe, sondern „Was werde ich morgen besser machen?“. 

Mein Favorit: Was habe ich heute Gutes für jemanden getan?

Zu dieser Frage fällt mir zunächst nie etwas ein. Trotzdem ist es meine Lieblingsfrage. Damit habe ich eine positive Einstellung bzw. wieder den Blick auf die selbstverständlichen, alltäglichen Handlungen gewonnen.

Was habe ich gutes für Jemanden getan?

Zum Beispiel empfand ich es bisher als extrem lästig, Lebensmittel einzukaufen, einzuladen, auszuladen und einzuräumen.

Für mich persönlich: Ein Zeitdieb.

Inzwischen sehe ich das gelassener: Mit dieser Zeit tue ich meiner Familie etwas Gutes, die sich über einen vollen Kühlschrank freut.  

Dein Mehrwert mit dem 6-Minuten-Tagebuch

Entwickle Dich Selbst! steht für Methoden, die du für deine Persönlichkeitsentwicklung selbständig und autark nutzen kannst. Ich habe dir alle Vorteile zusammengefasst:

  • Dankbarkeit üben und in den Alltag integrieren
  • Minimaler Zeiteinsatz bei maximalem Erfolg
  • Nützlicher Rahmen für ein Ritual
  • Perfektionismus relativieren
  • Aus Fehlern positive Schlüsse ziehen
  • Positive innere Haltung gewinnen und langfristig erhalten
  • Gibt den Raum in kleinen Schritten mutig zu werden: das Richtige zu tun, trotz Angst
  • Fokus auf die Kompetenzen
  • Durch positive Selbstbekräftigung die innere Stimme vom Kritiker zum Freund werden lassen
  • Raus aus der Komfortzone bedeutet nicht, dass du drin bist, sondern dass du herausgehst

 Was ist dein Glücks-Tool?

Nutzt du bereits ein Tagebuch als Tool oder hast du ein anderes Dankbarkeit-Tool ausprobiert?

Schreibe mir deine Erfahrungen als Kommentar oder schicke mir eine Nachricht. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

 

1 Comment

  • Sabina Holz
    10. Februar 2020 13:54 0Likes

    Hallo Sabina,

    wow, vielen Dank für diesen tollen Erfahrungsbericht. Du hast so viele verschiedene Facetten des 6-Minuten-Tagebuchs und des Purs beleuchtet, dass ich den Post wirklich als sehr informativ wahrgenommen habe.

    Deine Beispiele erklären die Nutzung wirklich wunderbar und vor allem mit dem letzten, Lebensmittel einkaufen, kann ich mich persönlich sehr identifizieren. Herrlich, wie du da durch die Frage „Was habe ich heute jemanden Gutes getan“ so einen positiven Dreh zu entwickeln konntest.

    Also wirklich als vollem Herzen Danke für diesen wunderbaren Artikel! Wir fühlen uns sehr geehrt und freuen uns heute wie Honigkuchenpferde 🙂 (Da hast du direkt noch etwas, was du bei der „Was habe ich jemanden Gutes getan“-Frage eintragen kannst ;-))

    Ich wünsche dir auch weiterhin so viel Spaß mit deinem Tagebuch!

    Liebe Grüße und einen tollen Wochenstart

    Caro & das UrBestSelf-Team

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